RIDING IN REAL HARMONY
RIDING IN REAL HARMONY

Die Haltungsform: 

Pferde sind Herdentiere. Eine artgerechte Haltung, mit zureichender Möglichkeit der ausreichend freien Bewegung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Hier gibt es bereits verschiedene Konzepte: Paddock Trail, Offenstall, aktiv Stall. Grundsätzlich sollten die Bedürfnisse des einzelnen Pferdes Beachtung finden und bestmöglich gedeckt werden. Dazu gehört auch der Ruheplatz. Glückliche Pferde sind meiner Ansicht nach stress- und krankheitsresitenter. Auch das Futter sollte so artgerecht als möglich sein, ohne chemische Zusatz- oder Lockstoffe. Hier bevorzuge ich artenreiches Heu und Kräuter von guter Qualität, die nach dem Bedarf und Gesunheitszustand des Pferdes verfüttert werden sollten. Da der Darm und somit das Immunsystem des Pferdes durch lange Fresspausen unnötig negativ belastet werden, empfehle ich, dass das Heu ständig zugänglich sein sollte. Für leichtfuttrige Pferde kann man großmaschige Heunetzte mit artenreichem, stärke- und eiweißreduziertem Heu verwenden (Vorsicht bei Heu, welches für Kühe angebaut wird. Dieses ist oft artenarm und sehr nährreich). Ebenso rate ich bei normalen Freizeitpferden mit normalem Energiebedarf von Heulage und Silage ab.

Den Einsatz von z.B. Zuchtgräsern, das Überdüngen der Wiesen, die energiereichen und oft thermisch behandleten und mit chemischen Zusätzen hergestellten Futter- und Zusatzmittel sehe ich als problematisch an. Vielleicht stelle man  sich bei dieser Gelegenheit die Frage nach der Ursache vieler Stoffwechselkrankheiten.

Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn man Symptome ganzheitlich betrachtet. Es sollte das Ziel sein, die Ursachen zu beheben. 

 

Snafblatt

Der Huf:

 

“Die meisten Menschen machen Hufbearbeitung viel schwieriger, als sie ist”
Pete Ramey, Making Natural Hoof Care Work for You.

 

Ein Barfußpferd (ohne Hufeisen) kann sich mit gesunden Hufen um Welten weicher und elastischer Bewegen, als eines mit kranken oder deformierten Hufen. Ich weise hier besonders auf die Wichtigkeit der richtigen Hufbearbeitung hin.  Oftmals sind falsch bearbeitete oder in eine ungünstige Form getrimmte Hufe die Ursache für Muskelverspannungen, Schmerzen, Fehlbelastungen der Gelenke und den daraus resultierenden  Bewegungsstörungen.

Da sich das Pferd aufgrund seiner Evolution immer der neuen Situation Huf anpassen wird, wird es zwar mit deformierten Hufen laufen können, aber es ist nicht auszuschließen, dass es seiner Gesundheit und seinem Bewegungsapparat schadet.

Wenn man sich etwas Zeit nimmt und die wirklichen Auswirkungen eines mit vielen Nägeln fest verankerten und schweren Metallhufeisens wahrnehmen möchte, wird man sich ganz genau überlegen, ob es sinnvoll ist für ca. 1h Arbeit am Tag, ein Pferd 24h mit den daraus resultierenden Einschränkungen zu belasten. Diese können z.B. die Einschränkung der Blutpump- und die der Stoßdämpderfunktion sein. Trägt der Mensch auch 24 am Tag feste und starre Arbeitsstiefel und fühlt sich darin wohl? Falls der Arbeitsaufwand des Pferdes den Abrieb der Hufe überschreitet gibt es bereits Hufschuhe, und auch andere Möglichkeiten wie z.B. Klebebeschläge). 

Doch bitte seid nicht enttäuscht, wenn Ihr eurem Pferd das erste Mal die Eisen abnehmt, und euer Pferd z.B. im Gelände fühlig läuft. Der Huf muss sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Es kann auch sein, dass es sich anfangs zu viel von  seinen tragenden Strukturen abläuft. Sobald dann die Sohle zu viel Last erfährt, hat das Pferd eben auch mehr oder weniger Druckschmerzen. Diese empfindlichen Pferde anfangs bitte nicht ohne Hufschutz (z.B. Hufschuhe) arbeiten.

Wenn das Pferd regelmäßig auch mal auf hartem Boden gehen kann, wird sich der Huf darauf einstellen, und dementsprechendes Horn produzieren. Ein Barfußpferd spürt seinen Untergrund sehr gut, daher wird es auch seine Bewegungen den Bodenverhältnissen anpassen. 

 

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©Bild, und Text, Mandy Mittman- Riding In Real Harmony 2014