RIDING IN REAL HARMONY
RIDING IN REAL HARMONY

Gewichtshilfen:

Ich glaube, dass einige Reiter gar nicht wissen, dass sie durch widersprüchliche Gewichtsverlagerungen ungünstig auf ein Pferd einwirken könnten, da eine Gewichtsverlagerung mehrere Facetten haben kann. Interessant wird diese Betrachtung z.B. bei einem Konterschulterherein auf dem Zirkel, denn da ist die Bewegungsrichtung auf dem Zirkel nicht mit der Stellung und Biegung des Pferdes im Konterschulterherein gleichzusetzen.

Der Oberkörper des Reiters sollte im Rahmen der Biegung und Stellung auf die Bewegungsrichtung der Schulter des Pferdes ausgerichtet werden. Jedoch muss diese nicht zwingend mit der Verlagerung der Gewichtsverteilung übereinstimmen. Damit meine ich im gesamten die gemeinsame Balance des Reiters mit der des Pferdes. Würde ich da meinen Oberkörper nur nach der Biegung des Seitenganges ausrichten, würde ich Probleme mit der Bewegungsrichtung auf dem Zirkel kriegen. Daher sollte das Reitergewicht, trotz der Ausrichtung des Oberkörpers auf die Schultern des Pferdes, an die Bewegungsrichtung des Zirkels angepasst werden, damit das Pferd der Zirkellinie leichter folgen kann. Dabei sollte der Reiter in der Hüfte nicht einknicken. 

Die Kopfhaltung des Reiters bezüglich der Bewegungsrichtung oder der Biegungsrichtung sehe ich als ein flexible Variable an, die sich nach dem jeweiligen Pferd richtet. Grundsätzlich wirkt der Blick des Reiters in die angestrebte Bewegungsrichtung als eine unterstützende Einwirkung auf das Pferd, da das Pferd bestrebt ist, unter den Schwerpunkt des Reiters zu treten, fallen die Seitengänge dem Pferd leichter, wenn sie so ausgeführt werden.

Ähnlich ist es mit dem Bügeltritt, diesen kann man je nach Notwendigkeit noch flexibler einsetzen. Einerseits unterstützend für den Schenkel, wenn das Pferd nicht am Schenkel steht, andererseits aber auch für das Öffnen der Hüfte zum gedachten Aufsteigen auf die sinnbildliche "Stufe". Das Ganze wirkt sehr theoretisch und kompliziert. Daher wird ein jeder fühlende Reiter stets im Vorteil sein, da er sich darum weniger Gedanken machen muss. Er probiert, und sein Pferd gibt ihm dementsprechend die Rückantwort, ob es richtig war.

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©Bild, und Text, Mandy Mittman- Riding In Real Harmony 2014