RIDING IN REAL HARMONY
RIDING IN REAL HARMONY

Sitz und Einwirkung des Reiters:

Grundlagentraining

Der ruhige Sitz und die ruhige Hand können manchmal auch sehr beweglich sein, obwohl sie ruhig erscheinen. Dies kann bei einem jungen und noch unausbalanciertem Pferd recht deutlich erscheinen. Das liegt daran, dass sich der Reiter den Bewegungen des Pferdes sanft anpasst und somit wieder zu Ruhe finden kann, wenn sich beide im rechten Gleichgewicht befinden. Je mehr sich das Pferd selbst tragen kann und seine Bewegungen durch die bedachte Hankenbeugung geschmeidig gemacht worden sind, umso mehr wird das Reiten eines solchen Pferdes zum Genuss werden. In diesem fortgeschrittenen Ausbildungsstadium sollte  die Hilfengebung mehr und mehr unsichtbar erscheinen.

 

Weiterhin betone ich, dass feines Reiten nichts mit Kraft und Gewalt zu tun hat. Denn dies würde ein Pferd unterdrücken, und bei diesem unschöne und gezwungene Bewegungen hervorrufen. Der Glanz des Pferdes verschwindet. Es ist ja mittlerweile bekannt, dass Kraft und Gewalt ein gefühlvolles Reiten schlichtweg unmöglich machen!

Mit fortschreitendem Ausbildungsstand kann ein reel ausgebildetes Pferd seine ganze Schönheit und Eleganz zum Vorschein bringen und sowohl durch seine federnden, als auch elastischen  Bewegungen bestechen, wenn man mit dem Gefühl, Verstand und Geduld vorangeht.

 

Die größte Gefahr für die Harmonie ist es, wenn das Pferd droht abzustumpfen. Daher ist jegliche auf das Pferd abstumpfende Maßnahme zu vermeiden. Hierzu zähle ich den mit Kraft klopfenden und nicht mitatmenden Schenkel oder den Reiter ohne Balance. Die Unterstützung der Stimme sollte als Übergang zu den unsichtbaren Hilfen dienen. Dies kann nur dann erfolgen, wenn sie auch so wahrgenommen wird. Meiner Erfahrung nach mögen die Pferde eine bedachte und sinnvolle Stimmunterstützung sehr.

 

Wenn die Hilfen so angewendet werden, dass der Reiter schwer und verspannt einsitzt, fleißig quetschend vorwärts treibt und gleichzeitig am Zügel zieht (Auch wenn man dieses "Ziehen/ Riegeln" als Parade bezeichnen mag.), wird das wünschenswerte Ziel eines sich leichtfüßig bewegenden Pferdes dahin schwinden. Statt dessen droht dem Pferd unnötiger Verschleiß.

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©Bild, und Text, Mandy Mittman- Riding In Real Harmony 2014