RIDING IN REAL HARMONY
RIDING IN REAL HARMONY

Sackgasse- Reiten unter Zwang

 

Bei dem Trend der verstärkten leistungsorientierten Reiterei, steht das Pferd und dessen Gesundheit meiner Meinung nach nicht mehr im Vordergrund. Ich appelliere an eine andere Art des Reitens. Eine bei der die Gesundheit, der Charakter, die Ausstrahlung und die Individualität des Pferdes mehr respektiert wird. Die Grundlage für Erfolg sollte einerseits das gegenseitige Vertrauen zwischen Pferd und Reiter, als auch andererseits das harmonische Gesamtbild beider sein, welche als Einheit andere Mitmenschen verzaubern können. Reiten könnte man als gemeinsame Kunst mit dem Pferd ansehen und dies kann man auch leben. Mir wird das Pferd zu stark als mechanisiertes Wesen betrachtet, welches schnell den gewünschten Erfolg bringen muss. Auch wenn dies zu seinen Lasten geht. 

Ich richte meine ablehnende Haltung deutlich gegen die Anwendung der Rollkur oder LDR. Bei dieser Methode wird die Nase des Pferdes mehr oder weniger in Richtung Brustkorb des Pferdes geführt. Ebenso bin ich gegen eine sinnlose Verschnallung von Zwangsmitteln, wie z.B. feste Sperrkonstruktionen oder Hilfszügel.  Für mich sehen diese Bewegungen gezwungen aus, und ich kann darin keine Harmonie erkennen. Man beschäftigt sich nicht wirklich mit der Ursache, es werden lediglich die Symtome unterdrückt. 

Der durch die Anwendung von Hilfszügeln erhofte schnellere Muskelaufbau der Oberlinie des Pferdes etc. steht oftmals in Verbindung mit dem Abbau der Geschmeidigkeit der Bewegungen des Pferdes und führt zu Bewegungen mit weggestreckten Gelenken. Folglich werden einzelne Gelenke übermäßig stark belastet, da sich bestimmte Gelenke in der Bewegung verhalten.

Alois Podhajsky (1965) pflegte zu sagen:

"Genauso wie ein ungefederter Wagen holpernd über die Straße rollt, ebenso hart werden die Bewegungen eines Pferdes sein, das zu wenig oder gar keine Hankenbiegung hat.

Sind dagegen alle drei Gelenke gleichmäßig an der Biegung beteiligt, dann können sie die Elastizität von Sprungfedern entwickeln und dadurch der Hinterhand eine Schub- und Tragkraft verleihen, wie sie sowohl für eine schwunghafte und ausdrucksvolle als auch für eine gleichmäßige Fortbewegung notwendig ist. Die Hankenbiegung bewirkt in allen Gangarten eine Geschmeidigkeit, die sich dem Reiter in den angenehmen Bewegungen seines Pferdes mitteilt. Eine der Grundanforderungen an ein gutes Dressurpferd ist damit erfüllt."(1965)

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©Bild, und Text, Mandy Mittman- Riding In Real Harmony 2014